Gemeinsame Arbeitsschwerpunkte Für die Seniorenarbeit in Chemnitz

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Gemeinsam erarbeitet von der Fraktionsgemeinschaft Vosi/Piraten und dem Seniorenpolitischen Netzwerkes Chemnitz (SPN)

  1. Das Hauptanliegen der künftigen kommunalen Seniorenpolitik in Chemnitz sollte die Vernetzung der bestehenden Seniorengruppen, Initiativen, AG Senioren der Parteien und der Gewerkschaften, Vereine, z. B. die in der „Liga der freien Wohlfahrtsverbände“ in Chemnitz vertreten sind, sozialen Senioreneinrichtungen, Seniorenselbsthilfegruppen, aber auch Dienstleistern wie Wohnungsgenossenschaften und Sponsoren sein.
  2. Die Seniorenvertretung der Stadt Chemnitz sollte demokratisch legitimiert sein. In Köln z. B. werden nach den Kommunalwahlen rund 250.000 Menschen 60+ aufgerufen per Briefwahl, die Seniorenvertretung zu wählen. 
    Wenn die Stadt schon keine Direktwahlen der Seniorenvertretung organisiert, sollten dann wenigstens aus dem im Schwerpunkt 1 vorgeschlagenen Netzwerk, wie in Halle aus ca. 50 Mitgliedern der Seniorenvertretung, der Seniorenrat (Chemnitz – Seniorenbeirat) gewählt werden. 
  3. In der künftigen Seniorenvertretung Chemnitz 2019 (Seniorenbeirat) sollten die Bürgerinnen und Bürger mitreden und mitwirken können. Die Beiratssitzungen müssen vordergründig öffentlich stattfinden.
    Wir schlagen vor, dass in verschiedenen Arbeitsgruppen, geleitet von Mitgliedern des Seniorenbeirats, ständig mit den Seniorinnen und Senioren von Chemnitz über aktuelle Probleme und Geschehnisse gesprochen, im Seniorenbeirat beraten wird und dem Stadtrat bzw. Verwaltung entsprechende Vorschläge unterbreitet werden. Dazu sollten bspw. folgende Arbeitsgruppen gebildet werden.
    AG    „Innenstadtgestaltung“ und „Bauen und Wohnen – Generationen übergreifend“
    AG    „Sicherheit – Verkehr – ÖPNV“
    AG    „Umwelt und Grün“
    AG    „Einzelhandel – Nahversorgung“
    AG    „Gesundheit im Alter“
    AG    „Erhalt von Frieden, auch für die nächsten Generationen“
    AG    „Renten und Altersarmut“
    In anderen kreisfreien Städten von Sachsen wie Leipzig und Dresden gibt es Arbeitsgruppen. Wir hinken als Chemnitz hier erheblich hinterher.
  4. Zur Hilfestellung sollte begleitend eine Seniorenbeauftragte/Beauftragter von der Stadt Chemnitz bestellt werden. 
    Die Personalstelle sollte unabhängig eingerichtet und direkt der Oberbürgermeisterin unterstellt werden.
  5. Die neue Seniorenvertretung Chemnitz sollte mindestens aller zwei Jahre eine Seniorenkonferenz zu kommunalpolitischen Schwerpunkten der Seniorenpolitik in Chemnitz durchführen und jährlich einen ausführlichen Tätigkeitsbericht veröffentlichen.
    Seit 2010, vorher unter der Verantwortung des Sozialamtes, werden Seniorenkonferenzen vom Seniorenpolitischen Netzwerk Chemnitz organisiert und durchgeführt. In diesem Jahr findet die Seniorenkonferenz zum Thema „Gerechte Armut“ – Mythen und Fakten zur Ungleichheit in Deutschland“ am 22. Mai im Café „All in“ (Rosenhof 14) statt. Veranstalter sind das SPN und die „Rosa-Luxemburg-Stiftung“. 2019 sollte eine Seniorenkonferenz zum Thema „Einbindung der Seniorinnen und Senioren in den Prozess Kulturhauptstadt 2025“ stattfinden, vielleicht hier schon mit gebündelten Kräften.